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Kappa Terminal
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Der Kaiser ist nackt
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Die Walküre
Exklusiver Charakter [AIII]
 
Re: Der Kaiser ist nackt

Beitragvon Die Walküre » 14. Juni 2018 19:43


Freja kannte diese Bar. Beim Eintreten blickte sie sich jedoch nur kurz um und erkannte, daß sich nicht viel verändert hatte. Danach führte sie die andere Pilotin an die Bar. Hinter der Theke waren zwei Männer, welche geschäftig Drinks verteilten. Gerade eben verließ ein muskulös ausersehener Typ mit drei Flaschen Bier in der Hand die Theke. Dies war der Moment, einen der Bedienungen heranzurufen. Es bedurfte nur ein wenig der Lenkung seiner Aufmerksamkeit. Sie streckteihre Brust hervor und wartete geduldig. Der eine der Männer hinter der Theke, ein hagerer, großer, drahtiger Kerl -welcher eine leicht nach vorne übergebeugte Haltung eingenommen hatte- schien Freja sofort bemerkt zu haben und schenkte ihr seine ungeteilte Aufmerksamkeit. Zum Leidwesen der drei anderen Typen, welche wartend an der Theke gestanden hatten und den Typen nun finster anstarrten.

"Karim, du elender Trottel. Ich stehe hier seit einer Stunde, nur um einen Schluck dieser vergorenen Rattenpisse zu bekommen, das ihr in diesem Sauladen Bier nennt"

Sprach der eine auf ein unflätige Art und Weise.

"Und ich frage mich ob ich hier noch die ganze Nacht stehen werde, weil du ein solch verdammt unfähiger stinkender Auswurf einer Athena-Hyäne bist"

Der hagere Typ, welcher Karim genanntwurde, war sich keiner Antwort angemessenen verlegen.

"Wenn es nach mir geht, kannst du hier die ganze Nacht stehenbleiben und vor dich hin verwesen. Siehst du es denn nicht? Die Lady hier hat durst und wenn ich eine Lady bediene, hältst du gefälligst deine nach faulen Eiern stinkende Hackfresse, du Darmausscheidung eines mit Bandwürmern verfallenen Pekinesen"

Danach ignorierte er den fluchenden und wetternden Gast, den er scheinbar zu kennen schien, dessen Name Freja aber nicht erfahren hatte. Er Blickte die Walküre freundlich an und sprach.

"Schöne Frau, wie kann ich ihnen zu Diensten sein?"

Zugegeben, dieser hier war genau der gleiche Halsabschneider wie jeder Mann -und auch jede Frau- in diesem Loch, jedoch war er ein charmanter Halsabschneider. Unter anderen Umständen...dies waren jedoch nicht andere Umstände. Freja betrachtete den Kerl kühl und abschätzend.

"Ich und meine Freundin wollen etwas angemessenes zu trinken"

Karim, welcher über die Theke hing wie ein Geier, lächelte mit einem schurkenhaften Lächeln.

"Etwas angemessenes für zwei Ladies? kommt sofort"

Der Typ von nebenan konnte sich eine zynische Bemerkung nicht verkneifen.

"Angemessen? Meinst doch wohl nicht die Rattenpisse?"

Sein betrunkener Kollege nebenan schien den Umstand zu amüsieren und Sprache lachend und lallen.

"Nein ör *hicks* meint dieschen Schnäcknscheim, diesche grüüne Grütsche hehehe *Rülps*. He Schäzschchn kommal zum nettn Onkl "

Die Walküre blickte den besoffenen Piraten noch kühler und noch abschätzender an, ohne jedoch etwas zu sagen.

"Du besoffenes Schandmaul, laß die Lady in Ruhe. Die Unterhält sich nicht mit solch ungewaschenen Typen wie dir"

Klang es hinter der Theke hervor, als Karim den Betrunkenen zurechtstutzte.

"Is ja gut, iss ja gut, war ja nur schpass"

Es dauerte nicht lange da stellte ihnen Karim einen grünen Drink hin.

"Bitte schön, das ist ein für Ladies angemessener Drink. Der geht aufs Haus"

Sie begutachtete den Drink kritisch.

"Das ist angemessen"

Erwiderte Freja und blickte den Schurken unbeeindruckt an.

"Gibt es sonst noch etwas, daß ich für eine Lady wie euch tun kann?"

Er lächelte mit seinem Schurkenlächeln.

"Da gibt es tatsächlich etwas, das du für mich tun könntest, Karim. Ich will mit Bender sprechen"

Ein gehässiges, höhnisches Lachen erklang von der Seite.

"Ha Karim, schau an. Die Kleine will nichts von dir. Sie will etwas von Bender. Alle wollen etwas von Bender. Du bist der gleiche heruntergekommene Halunke wie wir alle, nur daß du es dir nicht eingestehen willst, dass du so eben auf eine von Benders bestellten Nutten hereingefallen bist. Ich hoffe du läßt dich jetzt zu uns herab und gibst mir dieses verdammte Pferdepissebier"


Karim ignorierte die Halunken, welche sich mit einem dreckigen Lachen unterhielten und einen Spruch nach dem anderen herausließen.

"Leider muss ich dich da enttäuschen. Bender hat Feierabend. Komm Morgen nochmals oder schreibe ihm eine Nachricht"

Sagte er mit gedämpfter Stimme. Die Walküre wußte, daß Bender der Inhaber dieses Ladens war. zwar war dieser laden ein lukratives Geschäft, jedoch diente er diesem Bender als Tarnung. Nicht viele wußten es, selbst die Einwohner von Regallis 3 nicht, daß dieser Bender mit Informationen handelte oder Adressen verkaufte.

"Bender kann nicht über den herkömmlichen Nachrichtendienst erreicht werden. Ich muss ihn jetzt sprechen, es ist etwas geschäftliches"

"Was? Willst du ein Bankett organisiere? Was kann denn so geschäftlich sein außer der Bestellung einiger Getränke? Wir befinden uns zwar auf Regallis aber in diesem Laden drehen wir keine krummen Dinger. Verstanden!"


Die Walküre ließ nicht locker.

"Ich möchte mit Bender sprechen und ich werde mit Bender sprechen"

Sie lehnte sich ein wenig nach vorne, so daß Karim, welcher über ihr Thronte, wie ein Geier in ihren Ausschnitt sehen konnte.

"Der Weise redet, weil er etwas zu sagen hat"

Das Kodwort wurde von ihr ausgesprochen. Das Lachen verschwand aus Karims Gesicht, und er verkniff die Augen mißtrauisch. Er wirkte überhaupt nicht mehr freundlich, ja beinahe bedrohlich. Es war nicht so, dass Freja dies gross beeindruckt hätte. Dieser Mann war nur vorsichtig. Ein Umstand den sie ihm nicht verübeln konnte. Für einen Augenblick schauten die Beiden sich in die Augen als ginge es um einen Wettkampf des Willens, dann drehte Karim sich ab und verschwand durch eine Hintertür hinter der Bar.

 

Faelis
Exklusiver Charakter [AIII]
 
Re: Der Kaiser ist nackt

Beitragvon Faelis » 17. Juni 2018 16:42


Faelis beobachtete das Geplänkel zwischen diesem Karim, den Besoffenen und Freja mit einer gewissen Verwirrung. Die Worte, welche die beiden Wartenden Typen dem Bartender zuwarfen, wirkten unflätig, jedoch nicht wirklich aggressiv. Es hatte für sie beinahe den Anschein, als würden die sich alle nur zu gut kennen. Als ob diese Art der Provokationen Teil der Freundschaft ist, welche die Typen hier pflegten. Karim kam zurück.

"Ihr habt Glück. Er möchte mit euch sprechen. Kommt, da lang"

Sowohl Faelis wie auch Freja nahmen ihre Drinks in die Hand. Karim wies ihnen den Weg, um die Bar herum und führte die beiden in den hinteren Raum. Von dort folgten sie eine Treppe hinauf, welche durch einen schmalen aufwärts führenden Gang führte. Die Luft roch stickig, jedoch schien der Boden -auch wenn er sehr staubig war- nicht ganz so eklig wie in der Bar selbst zu sein. Das rosa Licht über der Treppe hatte etwas surreales. Faelis bemerkte wie Karim den Kopf einziehen mußte, als er die Treppe hochstieg. Die Decke war hier nicht sehr hoch. Auch als sie oben angelangt waren, änderte sich das nicht. Sie kamen zu einer Sackgasse. Links und rechts hatte es je eine Türe. Karim klopfte an die Linke und trat ein. Keitha und Freja folgten ihm.

"Boss, das sind die beiden Damen, die dich sprechen wollten"

Keitha hörte wie der große Bartender sprach, als sie hinter ihm in den Raum kamen. Es roch nach Schweiß, welche sich mit anderen Gerüchen vermischten, welche nicht definiert waren. Das Licht im Raum war angenehmer, als noch auf der Treppe. Der Raum schien so etwas wie ein Wohnzimmer zu sein. Ein Sofa, ein Tisch und zwei Sessel standen mit einem angemessenen Abstand vor einem Bildschirm. Im Bildschirm lief ein Film ohne Ton. Keitha urteilte, aufgrund der Bilder die sie sah, daß es sich hierbei um eine dieser schlechten Soaps handeln mußte. Auf dem Sofa sass ein Bär von einem Mann. Bender, gross -mindestens so Gross wie Karim- bullig, in einem fleckigen Unterhemd, schlabbrigen Hosen und Haaren an jedem Körperteil, welches nicht mit Kleidung bedeckt war. Der Vollbart setze diesem Behaart sein noch die Krone auf.

"Ah, das nenne ich mal angenehme Gesellschaft. Setzt euch"

Der Bariton, mit dem dieser Mann sprach, wirkte kräftig. Auch wenn er nicht laut sprach, kam dennoch der Eindruck auf, dass dieser Mann gute Fähigkeiten hatte, Rekruten lautstark exerzieren zu lassen oder er war Sänger? Bender deutete auf die Sessel, während er weiterhin auf seinem Sofa sitzen blieb. Ohne weitere Worte zu verlieren verließ Karim den Raum und schloß die Türe hinter sich.

"Verzeiht mir, wenn ich nicht aufstehe aber eigentlich genieße ich gerade meinen Feierabend

Keitha und Freja setzten sich hin und stellten ihre Drinks auf das Tischchen. Auf jenem Tisch standen drei leere Flaschen Bier und eines welches noch Inhalt hatte.

"Vielen Dank"

Erwiderte Faelis vorsichtig, nachdem sie sich gesetzt hatte.

"Mein Name ist Sandra Abels. Dies hier ist meine Schwester Olga Abels"

Keitha sah, wie die Walküre sie kurz mit einem ausdruckslosen Blick betrachtete, als ob sie ihr damit sagen wollte "Überlas das Sprechen mir".

 

Die Walküre
Exklusiver Charakter [AIII]
 
Re: Der Kaiser ist nackt

Beitragvon Die Walküre » 19. Juni 2018 09:43


Freja konnte sehen wie Bender schweigend zusah, als sie sich beide setzten. Sie meinte so etwas wie Neugier in seinen Augen sehen zu können. Als Faelis sprach, veränderte sich sein Ausdruck in etwas anderes. Das Stirnrunzeln könnte auf Zweifel hindeuten. Es war ihm nicht zu verübeln. Wer würde jemals glauben, daß sie beide Schwestern waren? Bender erwiderte bereits etwas darauf.

"Schwestern also, ja"

Er grunzte als ob er den Umstand einfach mal so abtat und schaute ihre Getränke an.

"Ich würde euch etwas anbieten. Wie ich sehe, besteht keine Notwendigkeit dazu"

Freja blickte Keitha kurz stumm an und übernahm dann das Zepter.

"Danke wir sind bedient"

Sprach Freja sofort, bevor Keitha, dieser Schussel, erneut etwas "passendes" äußern konnte.

"Wir haben auch nicht vor sie in ihrer Freizeit zu sehr in Anspruch zu nehmen. Unser Anliegen ist klar und es bedarf der absoluten Diskretion. Ich habe gehört, daß sie ein Experte für unser Anliegen sein sollen und nebenbei auch noch absolut vertraulich vorgehen"

Bender gab ein brummendes Geräusch von sich und blickte die beiden Frauen an. Hinter seinem Bart waren zwei Augen, welche auf einen scharfen verstand hindeuteten.

"Ein Experte bin ich, ne? Worin soll ich ein Experte sein? Sucht ihr nach Informationen über das Programm der Galaktischen Unterhaltungsstationen? Was wollt ihr?"

"Wir suchen nach Informationen über den Verbleib einer bestimmten Person"

Freja zögerte einen Moment. Auch wenn sie ihre Kühle bisher bewahrt hatte, vielleicht bedurfte dies keiner Anstrengung ihrerseits, war sie sich dennoch unsicher, ob sie ihm wirklich vertrauen konnte. Dann wiederum war sie hier und irgendwann würden sie irgend jemanden gegenüber die Wahrheit aussprechen müssen. Dann war dies also der Moment.

"Wir suchen den Kaiser"

"Der Kaiser?"

Wiederholte Bender die Worte und beugte sich schwerfällig nach vorne, um die Bierflasche aufzuheben und einen Schluck zu trinken. Faelis tat es ihm gleich, wie die Walküre sehen konnte. Erst jetzt viel ihr die leicht grünlich fluoreszierende Pflanze in der Ecke auf. Ihr fiel in diesem Moment auch auf, daß dieser Bender einen sehr berechnenden Ausdruck in den Augen hatte. Dieser Bastard überlegte es sich wahrscheinlich, wie lukrativ dieses Geschäft für ihn werden könnte. Sein Blick fixierte zuerst die Walküre und dann Faelis. An ihr blieb sein Blick lange hängen, bis er erkennend nickte.

"Ja, kein Zweifel"

Brummte er.

"Manchmal genügt ein Wort, um Legenden vor den eigenen Augen in Erscheinung treten zu lassen"

 

Faelis
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Re: Der Kaiser ist nackt

Beitragvon Faelis » 19. Juni 2018 09:44


Ketha fühlte sich ertappt, als dieser Bender sie mit seinem durchdringenden Blick anstarrte. Hatte er sie so eben erkannt? Nun denn, dann wußte er wer sie war. Der Umstand sollte sie nicht beunruhigen, schließlich sollte er ihr Geschäftspartner werden, jedoch half ihr dieser Gedanke nicht weiter. Sie fühlte sich wie auf Nadeln, seit sie in dieses System gesprungen war. Wenn da nur nicht das verdammte Kopfgeld gewesen wäre.

"Legenden?"

Antwortete sie und tat so als hätte er das falsch erkannt.

"Das bin nicht ich, das ist meine Zwillingsschwester"

Gerade als sie die Worte aussprach, wurde es ihr bewußt, wie dumm diese Worte waren. Ob sie zugab wer sie war oder sich als ihre Zwillingsschwester ausgab -die niemals existierte- machte keinen Unterschied. Sie deklarierte damit, daß sie entweder zur Liga oder zu Schneiders Leuten gehörte. So wie sie diesen Bender einschätzte konnte der eins und eins zusammenzählen und käme zum Schluß, daß sie wohl eher zu Schneiders Leuten gehören würden. Das befriedigende Brummen dieses Benders stellte dar, daß er sich in seiner Vermutung bestätigt sah.

"Ihre Zwillingsschwester..."

 

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