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Kappa Terminal
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Ein Quadrant in Flammen
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Globales Ereignis
Exklusiver Charakter [AIII]
 
Ein Quadrant in Flammen

Beitragvon Globales Ereignis » 6. Mai 2020 17:18


New Detroid, New Detroid System, Gemini Sektor

Jorge Sandoval, Ex-Captain des TC-Marines-Corps der Loyalisten, glitt lautlos über das Dach, des Wohnturmes. Hinter ihm folgte sein Einsatzteam, das mehr Krach machte als ihm lieb war. Er rückte die Nachtsichtbrille zurecht, denn noch war es Nacht über New Detroid City, umging das letzte Ventilatorgehäuse und blickte über den freien Streifen zwischen seiner Position und der Kante des Turmes.
Sandoval zog seine Waffe aus dem Holster und Blickte zu dem Sicherheitsmann hinüber, der das Dach bewachte. Er verstärkte die Sichtwahrnehmung seiner Brille und fand sein Ziel. Sandoval legte Lehrbuchreich an und feuerte. Aus dem Dämpfer seiner Mündung drang ein dumpfer kaum hörbares Geräusch und der Wachmann viel in sich zusammen. Mehrere weitere Wachen brachen fast zeitgleich zusammen, als sie von seinem Team ausgeschaltet wurden.
Auf ein Klickzeichen seines Kehlkopfmikros hin, rückten seine Leute weiter auf das Dach vor. Zwei von ihnen verankerten das Dreibein eines schweren Raketenwerfers mit Bolzenschußgeräten im Dach. Zwei weitere hoben das Rohr und das Lenksystem auf die Lafette. Die Chefin der Bedienungsmannschaft war mit einem Datenpad beschäftigt und ließ den Selbsttest durchlaufen.
Sandoval winkte den Beobachter zu sich.
"Stellen sie sicher den richtigen Flugwagen zu erwischen", wies er den Mann an.
Der Beobachter nickte: "Hab alles überprüft ich weiß in welchen Wagen unser Kunde ist."
"Gut in zehn Minuten müsste er kommen…"

Douglas O‘Reilly Der Sicherheitsminister von General Mitchells Regierung bestieg den Flugwagen. Der Wagen war mehr als nur eine Luxuslimousine, sie war schneller als ein Standardmodell, gepanzert und besaß eine hochmodernes Sensorsystem. Der Pilot, war ein alter Veteran, des ersten Nephilim-Krieges und nickte dem Minister freundlich zu. Als der Minister saß und sich die geschlossen hatte, hob der Pilot ab. Mit dem Wagen des Ministers stiegen vier weitere Wagen gleichen Typs und Aussehens auf, die jedem Angreifer verwirren sollte auf. Der Pilot und der Minister wusste jedoch nicht, dass einer der Techniker, auf einem geheimen Konto, kürzlich eine fürstliche Summe erhalten hatte und einen Sender in dem Wagen versteckt hatte, den der Minister bevorzugte.

"Da kommt der Kunde", sagte der Beobachter in sein Mikro, begann den versteckten Peilsender aufzuspüren und bestrich den richtigen Flugwagen mit einem Ziellaser.

"Wir werden erfasst!", rief der Pilot des Flugwagens als die Sensoren Alarm schlugen
"Was?!" schrie der Minister erschreckt auf...

Als die Rakete aus dem Abschußrohr jagte, wurde das gesamte Dach, von der Antriebsflamme, die aus dem Heck des Flugkörpers stieß, erhellt. Der Pilot versuchte den Wagen zur Seite zu reißen, doch der Abstand war zu nahe, sodass seine Reaktion zu spät kam. Die Panzerung des Wagen, war auf kleinere Raketen und Energiewaffen ausgerichtet, aber gegen eine schwere Militärrakete, die speziell zum Knacken von schweren Kampfjägern ausgelegt war, hatte sie keine Chance. Und da die Rakete mit einem Ziellaser in ihr Ziel gelenkt wurde, halfen auch keine Düppel mehr. Die Rakete schlug ein und zerriss den Wagen des Ministers, in einem blauen Feuerball, als sich der Wasserstoff des Tanks entzündete. Die Trümmer regneten auf New Detroid hinab.

[NPC der A3]

 

Globales Ereignis
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Re: Ein Quadrant in Flammen

Beitragvon Globales Ereignis » 8. Mai 2020 10:22


Liverpool-Station, Newcastle System, Gemini Sektor

Die acht Frachter näherten sich der Liverpool-Raffenerie.

Auf dem Schirm des Fluglotsen Matt Capadounis, flackerten die Icons der Schiffe, schon seit mehr als einer Stunde; nun waren sie nur noch fünfzehn Minuten von der Raffinerie entfernt und es war Zeit den ersten Kontakt herzustellen. Sie vorher anzurufen wäre angesichts von dutzenden von weiteren Schiffen die an- und ablegten reine Zeitverschwendung gewesen. Auf Militärstation wäre es vielleicht anders gewesen, einen Konvoi anzufunken sobald er auf den Sensoren auftauchte, um sicherzugehen wer er war und was er wollte, doch Liverpool war eine zivile Station. Ja sie war die wichtigste Raffinerieplattform im ganzen Potter-Quadranten, wenn nicht sogar des gesamten Gemini-Sektors, und somit war sie durchaus ein potentielles Ziel für Piraten und andere Angreifer, aber dennoch rechnete eigentlich niemand damit, das solch etwas je geschehen könnte. Selbst wenn die Gefahr im wilden Gemini, in der es von Piraten, Outlaws, Söldnern und nicht zu vergessen den Mantu, wimmelte nicht unerheblich war. Aber Matt arbeitete hier schon seid Jahren und nie war es in derzeit zu irgendwelchen größeren Zwischenfällen gekommen, denn selbst ein Pirat wollte sich bereichern und den Goldesel ihn nicht schlachten solange er noch Dukaten von sich gab. Also würde niemand die Station lahmlegen wollen und so gab es keinen Grund für zu große, Sicherheitsmaßnahmen, die den Handel verzögerten und Zeit war schließlich Geld.

Matt öffnete einen Kanal zum Führungsschiff des Konvois: °Liverpool-Raffinerie an den Konvoi an Position 3456-6023-8289 bitte kommen!

°Hier der Konvoi an Position 3456-6023-8289, wir hören sie Liverpool-Control.

°Nennen sie uns ihren Namen, ihre Registrierungsnummer und ihre Fracht

°Wir sind der Beowulf-Konvoi, Registrierungsnummer BW34-06JC-FDGM aus dem Junction System, wir liefern Lebensmittel und Vergnügungsartikel von Speke, damit ihr auf der Station auch mal etwas Abwechslung bekommt.

°Das klingt doch gut.

Matt lachte und wunderte sich als er den Konvoi auf der Ankunftsliste fand, hätte er doch schwören können, dass er am Morgen noch nicht auf der Liste verzeichnet gewesen war. Vielleicht hatte er es einfach nur überlesen. Bei soviel Verkehr hier konnte so etwas schon schnell mal passieren. Er wies den Schiffen des Beowulf-Konvois ihre Anlegeplätze zu und damit war für ihn die ganze Sache erledigt. Nun wandte er sich den nächsten Schiffen zu.

Fünfzehn Minuten später stand Techniker Nikolai Rasmussen an der Luftschleuse und überwachte das Andockmanöver eines der acht Schiffe des Beowulf-Konvois. Er würde die Besatzung offiziell im Namen der Station begrüßen und zeitgleich die Luftschleuse im Auge behalten, sollte es zu Problemen kommen. Die Schleusen waren bei dem starken Betrieb, der auf der Station herrschte, fasst im Dauerbetrieb. Daher hatte die Stationsführung beschlossen, dass dauerhaft ein Techniker anwesend war, um bei einem Zwischenfall fort reagieren zu können und so eine tödliche Katastrophe zu verhindern. Das war billiger als die Schleusen ständig auszutauschen.

Das Andockmanöver verlief allerdings wie erhofft ohne einen Zwischenfall und die Anzeigen auf dem Überwachungsterminal zeigten grün und er gab den Befehl zum öffnen der Drucktür. Das Schott öffnete sich mit einem zischen, dann trat Nikolai vor um die Neuankömmlinge zu begrüßen und sah sich dem Ende einer Pistolenmündung gegenüber, die auf seinen Kopf zeigte.

"Die Station hat ab sofort einen neuen Inhaber und mache ja keine Faxen", sagte der Mann, der in bedrohte und in einem Kampfanzug steckte, während hinter ihm dutzende weiterer Schwerbewaffneter durch den Schleusentunnel eilten.

Zur selben Zeit stürmten aus den anderen sieben Frachtern weiter Entertrupps in die Station.

Fluglotse Matt Capadounis hatte sich geirrt, es gab doch jemand der eine Unterbrechung der Versorgung und die Lahmlegung der Wirtschaft des Quadranten egal war, oder der gerade darauf abzielte und er hatte gerade seinen Zug gemacht. Eins hatte Matt in seinen Gedanken nicht einfließen lassen oder es vergessen, während eines Krieges, waren die Raffinerie-Station ein lohnendes Angriffsziel, um die Versorgung und damit Kampfkraft des Gegner zu schwächen und dieser Angreifer, dachte in bahnen von Kriegsführenden Parteien.

[NPC der A3]

 

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Re: Ein Quadrant in Flammen

Beitragvon Globales Ereignis » 29. Mai 2020 08:54


Regierungssitz, New Constantinople, Gemini Sektor

Milos Stoijanov, der Premier von New Constantinople, saß in seinem Büro und starrte die fast leere Flasche Scotch an. In den vergangenen Tagen war sein Leben zur Hölle geworden – es verging kein Tag, an dem die schlechten Nachrichten, nicht Schlange standen, um auf ihn einzuschlagen. Nach Jahren relativer Ruhe brach nun ein Sturm im Potter-Quadranten aus und er war mitten drin.

Milos leerte das Glas und füllte sich sofort nach, als es an seiner Tür klopfte. Er zuckte zusammen, welches Unheil würde jetzt wieder auf ihn zukommen?

"Kommen sie herein!", rief er, ohne auch nur ein Stück zu nuscheln. Verdammt er wurde immer restistenter gegen den Alkohol. Das war kein gutes Zeichen: Es bedeutete der Trank zuviel.

Xavi Hernandez, der Nachrichtenminister seiner Regierung betrat den Raum, und sein Gesicht sprach Bände.

Milos schloss die Augen und wollte seine Hände auf seine Ohren drücken, als könnte er so alles Unheil von sich abwenden. Doch es half nichts, je schneller er es hinter sich hatte, umso schneller konnte er den Schock verdauen.

"Was hast du Neues Xavi?"

Xavi seufzte: "Nichts gutes Milos, wie immer: In New Detroit, gab es weitere Anschläge auf Mitchells Kabinett, sie haben seinen Verteidigungsminister erwischt."

"Was von Hugh gehört?"

"Nein wir können ihn nicht erreichen, es kann gut sein das er auch...", Xavi deutete mit den Händen eine Explosion an.

Milos schüttelte den Kopf. In all den Jahren hatte es Hugh Mitchell geschafft für Ruhe und Sicherheit zu Sorgen und das im Antlitz der Mantu, die nur einen Sprungpunkt entfernt auf ihn warteten. Dies hatte er sogut gemacht, dass die Leute in New Detroit darüber hinwegsahen, dass er nie gewählt worden war. Das war mit den Anschlägen vorbei gewesen. Auf einmal merkten die Menschen dort, dass sie keine Demokratie mehr hatten und forderten diese nun lautstark auf den Straßen ein.

Da General Mitchell, ein starker Mann und ein Garant für die Sicherheit des gesamten Quadranten gewewesen war – den sogar die Mantu respektierten –, hatten auch Milos und seine Vorgänger, enge Beziehungen mit ihm gepflegt, um von seinen Schutz zu profitieren. Das war nun ebenso vorbei, auch in New Constantinople gingen die Menschen auf die Straße und forderten ihn zum Rücktritt auf, weil er sich, mit einem Diktator eingelassen hatte. Zum Glück hatte es hier noch keine Anschläge gegeben, doch Milos hatte keine Hoffnung das, dies so bleiben würde.

"Es ist gibt noch mehr."

"Oh Gott, was noch?"

"Liverpool wurde von Fremden angegriffen und besetzt. Die Besatzer halten alle dort angelegten Schiffe in ihrer Gewalt und verwehren allen anderen das andocken."

"Nein!"


Liverpool war für New Constantinople lebenswichtig. Es war, neben New Detroit, das industrielle Herz des Quadranten. Wer hatte die Stärke so etwas durchzuziehen und mit derartiger Effizienz er schüttelte den Kopf voller Unglauben. Das zwang ihn zu einer Reaktion, er musste die Station zurückerobern. Sollte das Volk davon erfahren und die Versorgung ausbleiben, dann würde es nichr nur Proteste geben, sondern gleich einen verdammten Aufstand.

"Wir müssen die Milizflotte nach Newcastle schicken, sie muss die Station befreien."

Xavi nickte.

[NPC der A3]

 

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Re: Ein Quadrant in Flammen

Beitragvon Globales Ereignis » 6. August 2020 12:38


Commodore Anton Kowalski blickte auf die Überreste der Miliz von New Constantinople, den spärlichen Rest den er nach Hause führte. Mehr als die Hälfte war bei Liverpool zusammengeschossen worden.

Es war eine verdammte Falle gewesen.

Als ob die Falle nicht schon genug gewesen wäre, waren ihre Gegner keine lumpigen Piraten oder Söldner – nein, ihre Feinde waren so Präzise, Diszipliniert und Professionell vorgegangen, das Anton sich sicher war, dass es sich um ehemalige Soldaten gehandelt haben musste. Ex-TCNler die zusammengeblieben waren und ihr ganzes Equipment hatten mitgehen lassen; vermutlich waren sie Mantu-Loyalisten gewesen. Und das machte die Lage nur noch brenzliger.

Diese Leute pflegten immer noch enge Beziehungen mit den Mantu und taten ihre Drecksarbeit. Wenn sie hier in so einem großen Stil Operationen betrieben, dann mussten die Mantu hinter allem Stecken und nun da seine Miliz auf die Hälfte reduziert war, da lag ihnen New Constantinople so gut wie offen. Und die Lage in New Detroid, das dem Schlund von Koriander am nächsten war, sah es auch nicht besser aus. General Mitchells Truppen befanden sich in Unordnung und ohne Führung.

Anton war nahe dran, auf den Boden der Brücke zu spucken, doch er konnte sich zurückhalten. Auch in der Miliz, wo einiges etwas lockerer vorging als bei der TCN, wäre so eine Disziplinlosigkeit von einem Commodore, keine gutes Zeichen gewesen und hätte der ohnehin schon niedrigen Moral, einen weiteren Tiefschlag versetzt.

Außerdem: Wäre dies eine Respektlosigkeit gegenüber seinem Flaggschiff gewesen.

Er warf einen letzten Blick auf das Display, auf dem die zurückgelassenen Reste seiner Flotte zu sehen waren. Die Söldner hatten ihm erlaubt die Rettungskapseln aufzunehmen und so viele seiner Leute aus den Wracks zu retten wie er konnte. Er wusste, dass dies nicht aus Herzensgüte geschehen war, jeder überlebende Milizionär, würde in der Heimat über das Desaster reden und damit Angst und Schrecken in der Miliz und auch bei der Zivilbevölkerung verbreiten.

Ein Unheilsbote war gut, hunderte noch besser.

Anton seufzte so leise er konnte, der würde alles dem Premier erklären müssen, der schon vor dem Kampf in Liverpool ein Wrack gewesen war. Es würde ihn nicht wundern, wenn die Nachricht eine Herzstillstand bei Milos Stoijanov hervorrufen würde. Und wenn es das nicht tat, würde ihn der Whiskey umbringen, von dem der Premier täglich ganze Liter trank.

Der Quadrant stand in Flammen und bald konnte ihr Feind, die wichtigsten System im Handstreich nehmen.

Es gab keinen mehr der sie noch davor bewahren konnte, keinen auf den Anton zählen konnte.

"Koriander wird bald unsere Herrin sein", murmelte er. Ihm viel niemand anderes ein, der hinter all dem stecken konnte, als die Herzogin Livree Choon.

[NPC der A3]

 

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Re: Ein Quadrant in Flammen

Beitragvon Globales Ereignis » 9. Oktober 2020 15:41


Regierungssitz, New Constantinople, Gemini Sektor

Loyalisten-Colonel Georgio Estevez betrat das Büro des Premier von New Constantinopel und das erste was er roch war der beißende Geruch von Alkohol der schwer im Raum hing. Das warnte ihn vor dem Anblick von Milos Stoijanov, der zusammengesunken in seinem Sessel saß und ihn mit verquollenen Augen anstarrte. Auf dem Tisch standen mehrere geleerte Whiskey-Flaschen; die Schlacht von Liverpool hatte den Premier reichlich hart getroffen.

Estevez hätte eigentlich froh sein sollen, das der Plan so gut verlief und anders als bei Hugh Mitchell und seinem Kabinett keine tödlichen Lösungen vonnöten gewesen waren, aber dennoch verspürte er bei dem Anblick von Stoijanov nur Abscheu. Diesen Kretin, hätten sie mit einem Anschlag töten sollen und keinen Mann wie Mitchell, der einen echten Soldatentod im Kampf verdient gehabt hätte. Dennoch waren so die Pläne seiner Vorgesetzten gewesen, die wiederum ihre Anweisungen von den Mantu erhielten. Von welchem wusste Georgio selber nicht, die Mantu hielten sich bedeckt; da Koriander hier im Gemini hauste, ging er davon aus das die Herzogin hinter allem steckte. Und sie in den letzten Jahren, für all seine Aufträge verantwortlich war.

Wobei ihm ein Teil des Planes besonders verunsicherte, den er selbst erfolgreich ausgeführt hatte: Das locken einer speziellen Kampfgruppe der Konföderation in den Gemini Sektor. Warum Koriander einen offenen Konflikt mit der Konföderation wollte, war ihm Schleierhaft; seine Vorgesetzten sprachen davon, dass die Mantu, ein Exempel an der TCN statuieren wollten. Ihnen ins Gedächtnis rufen wollten das die Mantu nach der Schlacht von Sol und der jüngsten Niederlage von Windhauch, noch lange nicht geschlagen war. Sie wollte wohl Stärke zeigen und den „Exilanten“ eins Auszuwischen, dem war er nicht abgeneigt. Dennoch hatte er das Gefühl, dass es keine gute Idee war, sich mit einer der Speerspitzen der TCN anzulegen. Ob nicht vielleicht Koriander Alt geworden war und an Raffinesse einbüßt hatte? Andererseits war sie Hinterhältig und wer weiß, was sie wirklich plante und mit welchen Trümpfen sie aufwartete?

Er verdrängt seine Zweifel an den Plänen der Mantu und schritt zum Schreibtisch, neben den ein anderer Mann stand, der nüchtern schien und ihn ansprach.

"Colonel Estevez, ich bin Xavi Hernandez Minister der Nachrichtendienste von New Constantinopel und ihm Augenblick vertrete ich den Premier, der… nun ja sie sehen ja selbst, nicht in der Lage ist mit ihnen zu verhandeln."

"Das ist er ganz sicher nicht und wo ist der Vize-Premier?", fragte Estevez obwohl er die Antwort kannte: der hatte sich, nach der Schlacht von Liverpool eine Kugel in den Kopf gejagt. Wobei sich Georgio nicht sicher war, ob nicht seine Vorgesetzten nachgeholfen hatten. Schließlich hatte der Vize mehr Rückgrat als Stoijanov und war ihren Plänen deutlich mehr im Wege, als dieser Jammerlappen von Premier.

"Der ist leider unpäßlich", antwortete Hernandez wage. "Also was wollen sie?"

"Ich bin hier weil ich ihnen im Namen meiner Vorgesetzten ein Ultimatum zu unterbreiten."

Das Wort Ultimatum schien sich durch den Alkoholnebel, im Kopfe des Premier zu winden, der die Luft scharf einsog: "Waschnen Uldimum?"

Estevez schnaubte: "Ganz recht, ihre Miliz wurde bei Liverpool schwer geschlagen und aus New Detroit können sie keine Hilfe erwarten. Mitchells Truppen sind selber gespalten und Führungslos und alle die das Zeug gehabt hätten, die Truppe wieder zu einen, hatten bedauerlicherweise Begegnungen mit Sprengsätzen, Kugeln und Laserstrahlen. Sie sind alleine und nicht in der Lage uns Widerstand zu leisten. Also haben sie die Wahl: Entweder zu kapitulieren und ihre Haut zu retten oder zu kämpfen – aber dann werden sie sterben. Sie haben drei Tage Zeit..."

[NPC der A3]

 

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Re: Ein Quadrant in Flammen

Beitragvon Globales Ereignis » 15. Oktober 2020 14:31


Universität, Oxford System, Gemini Sektor

Armand Bonacieux und seine Mitkommilitonen folgten der Masse der Demonstranten über den Straßen der Universitätsstadt. Sie waren hier um gegen die bevorzugte Behandlung von den Kindern reicher Schnösel zu protestieren, aber auch gegen die Kürzungen der Stipendien und vor allem gegen den Akademikerrat, der den Planeten unter seiner Kontrolle hatte. Die Professoren regierten den Planeten ohne für ihre Ämter im Rat gewählt worden zu sein. Dabei sollten sie sich einzig um die belange der Universität kümmern und die planetare Politik andern überlassen.

Deshalb waren er und seine Freunde hier und auch viele Bürger, die keine Studenten waren und ebenfalls für mehr Einfluss kämpften, immerhin stellten sie die Mehrheit auf dem Planeten und nicht die Studenten und Professoren.

Armand sah zum Himmel hinauf vor einigen Tagen waren während ihrer Demonstrationen Kampfflieger über ihren Köpfen geflogen und hatten außerhalb der Stadt irgendjemanden bekämpft. Die Explosionen und abstürzenden Jäger waren nicht zu übersehen gewesen. Man munkelte auch das konföderierte Marines am Raumhafen gelandet seinen, aber bis jetzt hatte er noch keine Marines gesehen.

Sie folgten der Queen Elizabeth Avenue und wollten an diesem Tage, direkt vor der politischen Fakultät demonstrieren, was in jeder anderen Universität, wirklich nur ein Ort zum studieren gewesen wäre, war hier gleichbedeutend mit dem Regierungssitz des Planeten und des System von Oxford. Hier kam der Akademikerrat zusammen um nicht nur über Lehrpläne und Studiengebühren zu beraten, sondern auch über die Steuern, Handelsverträge, Zölle und und und zu Reden und Entscheidungen zu treffen die nicht nur die Studenten betraf, sondern alle die auf diesem Planeten lebten.

Als Armand den Vorplatz vor der Fakultät erreichte, war dieser mit mehreren tausend, wenn nicht sogar zehntausenden Menschen überfüllt. Wachmänner der Universität standen am Fuße der großen Treppe, die zum Hauptgebäude führte; das wie ein römisches Senatsgebäude gebaut war. Die Sicherheitsleute hatten sich ineinander eingehackt und bildeten eine schützende Kette vor der Masse der Demonstranten.

Er hob sein Plakat und stimme in die Rufe mit ein, als seine Aufmerksamkeit auf eine Gruppe von sechs Demonstranten viel, die fehl am Platze wirkten. Sie waren keine Studenten und keine Einwohner von Oxford, sie wirkten kräftig und muskulös und in ihren Augen war ein stechender Blick, als hätten sie die Hölle gesehen. Einer von ihnen schnallte sich den Rucksack ab, griff hinein und reichte den anderen nacheinander faustgroße Gegenstände, die Armand für Steine hielt.

Die Gruppe rückte näher an die Sicherheitskräfte an der Treppe heran und warf ihre Steine. Für einen Augenblick war er verärgert, über diese Leute, die zu Gewalt griffen, um ihren Unmut kund zu tun; als der erste Stein zwischen den Wachleuten aufschlug und explodierte, wurde aus Ärger zu erst Bestürzung und wandelte sich nur Sekunden später in Panik. Weitere der Steine explodierten und zerfetzten sowohl Sicherheitsleute als euch andere Demonstranten.

Angst- und Schmerzensschreie hallten über den Platz und die Demonstranten, darunter Armand, flohen in Panik in alle Richtungen und trampelten Gnadenlos jene nieder, die das Pech hatten zu stürzen...

[NPC der A3]

 

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Re: Ein Quadrant in Flammen

Beitragvon Globales Ereignis » 18. Oktober 2020 15:39


Regierungssitz, New Constantinople, Gemini Sektor

Xavi Hernandez saß in seinem Büro und verdaute immer noch die Begegnung mit Estevez und des Ultimatums, das er ihnen gestellt hatte. Für ihn war es schlimm gewesen, für den Premier noch weit schlimmer: Es war ein Schock gewesen, der Milos Stoijanov den Rest gegeben und ihm völlig den Verstand geraubt hatte. Xavi hatte ihn einweisen lassen und der Öffentlichkeit die Wahrheit über den Zustand des Premier sagen müssen, was dort zu Panik geführt hatte. Die Börsenkurse, ohnehin schon durch den Verlust der Liverpool-Station geschwächt, waren ins Bodenlose gestürzt. Die Banken durch den Ansturm der Kunden, die ihr Geld retten wollten, kurz vor dem Kollaps und ebenso die Discounter und Supermärkte, die von Hamsterkäufern überrannt wurden.

New Constantinople stand vor dem Untergang und es wäre ihm ein Trost, dass die Söldner eine zusammenbrechende Zivilisation übernehmen würden, wenn es nicht sein eigenes Volk sein würde.

Doch anders als Milos war er nicht bereit aufzugeben, noch gab es Hoffnung, seine noch funktionierenden Nachrichtendienste, hatten ihm Berichtet das die Konföderation eine Kampfgruppe in den Gemini Sektor entsandt hatte und das diese im New Detroit System angekommen war. Da Mitchell offenbar Tod war und seine Streitkräfte zerfallen waren, war die TCN das nächstbeste was Xavi bekommen konnte und er würde diese Chance nutzen.

An seiner Tür köpfte es und er rief: "Herein!"

Commodore Anton Kowalski betrat sein Büro, nahm einen halben Meter vor der Tischkante Haltung an und salutierte. Davon das ihm vor kurzen die Flotte weggeschossen worden war, war dem Commodore nicht anzumerken.

Zum Glück, dachte Xavi, hatte Kowalski ein Rückgrat und war nicht so leicht aus der Fassung zu bringen wie andere in der Miliz von New Constantinople oder der fast nicht vorhandenen Regierung.

"Sie haben mich gerufen Sir?"

"Ja Anton, ich habe einen Auftrag für sie?"

Der Commodore hob fragend eine Augenbraue: "Ich will nicht klagen Sir, aber ich fürchte ich werde einen Angriff der Söldner nicht verhindern können. Ich werde Kämpfen und versuchen ihnen soviel Schaden zuzufügen wie ich kann, aber am Ende werden sie uns Schlagen."

"Das weiß ich Anton, aber darum geht es mir nicht. Ich will das sie nach New Detroit gehen."

"Was soll ich denn in New Detroit, die sich auflösenden Streitkräfte von Mitchell sammeln? Das braucht Zeit, wenn überhaupt noch etwas da ist und das was noch da ist, streitet sich um die Nachfolge des Generals."

Xavi schüttelte den Kopf: "Das meine ich auch nicht, es geht darum das eine Kampfgruppe der TCN in New Detroit angekommen ist und ich will das sie die Konföderierten um Hilfe bitten. Da sie unseren Feind im Kampf begegnet sind, können sie die TCN sofort mit allem Informationen versorgen, die sie brauchen werden um für uns die Söldner zu erledigen."

In den Augen des Commodores spiegelte sich ein Widerstreit, den sich Xavi nicht erklären konnte: "Was ist Anton?"

Kowalski seufzte und sah ihn skeptisch an: "Nun Sir, der ganze Sektor geht den Bach runter und plötzlich taucht die Konföderation hier auf, ungefragt. Was ist wen sie hinter allem steckt? Diese Söldner waren auch einmal bei der TCN, woher sollen wir wissen, das sie nicht zusammenarbeiten?"

Diese Zweifel überraschten Xavi nicht. Der Zeitpunkt des Auftauchens der Kampfgruppe war, verdächtig, dennoch machte es ihm keine Sorgen, das die Konföderation und die Söldner zusammenarbeiten würden: Die Söldner hatten für die Loyalisten gekämpft, für eine Unterjochung der Menschheit unter der Knute der Mantu und die Exilanten hatten sie deshalb bekämpft.

"Glauben sie wirklich, das ehemalige Loyalisten, mit den ehemaligen Exilanten zusammenarbeiten. Diese Söldner haben sich hier jahrelang vor der wiederhergestellten Konföderation versteckt und ich kann ihnen versichern, das diese Söldner immer noch mit den Mantu unter einer Decke stecken. Koriander ist unser Problem und nicht die Konföderation."

Der Commodore nickte: "Ich glaube es auch nicht Sir, aber ich musste es zur Sprache bringen, aus reiner Sorgfaltspflicht."

"Ich weiß.“ Xavi nickte. "Gehen sie also nach New Detroit?"

"Ja Sir das werde ich."

[NPC der A3]

 

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Re: Ein Quadrant in Flammen

Beitragvon Globales Ereignis » 19. Oktober 2020 23:19


Im Orbit von New Detroit, New Detroit System, Gemini Sektor

"Das kannst du nicht tun, er ist nach der Verfassung nun der Präsident von New Detroit," sagte Captain John Beckett, Kommandant des Trägers Michigan, über die Com-Verbindung.

Auf dem Bildschirm, sah ihn sein Gesprächspartner Phillipe Marcello, Captain des zweiten Trägers von New Detroit der Lake Erie, düster an und stieß einen Laut der Verachtung aus: "Er ist der Bildungsminister John, mehr nicht und ich werde ihm nicht Folgen, selbst wenn die Höhle einfriert. Ich Diene nur einem Soldaten und wenn es ihm nicht passt, verpasse ich ihm eine Ladung mit einem Plasmageschütz!"

"Aber die Verfassung… "

"Hör mir damit auf, wir sind Soldaten und Mitchell war es auch. Selbst wenn er sich mit dem Titel des Präsidenten schmückte, war er immer ein General und kein Politiker. Und komm mir nicht mit Demokratie, das hat dem General auch niemals interessiert. New Detroit ist ein Militärstaat, auch wenn die Leute auf der Straße etwas anderes glauben mögen. Dem System ging es unter ihm besser als jemals unter der Konföderation oder den Mantu."

Beckett schüttelte den Kopf und doch hatte Phillipe recht, Hugh Mitchell war alles andere als ein Demokrat gewesen, aber er war umsichtig mit seiner Macht umgegangen und hatte New Detroit viel gutes gebracht, weshalb die New Detroiter ihm die Scheindemokratie ohne murren abgenommen hatten. Das war mit dem Tod des Generals allerdings vorbei, aber das wollte sein Freund und Kamerad nicht sehen. Ihm würden sie nicht folgen, noch sich von vorgespielter Demokratie täuschen lassen.

"Offiziell ist New Detroit eine freie demokratische Republik Phillipe."

"Nach außen hin aber hinter den Kulissen ist New Detroit in ein Militärregime, deshalb sollte der Nachfolger des Generals, ein Militär sein: Da alle anderen über uns Tod oder Feige den Flattermann gemacht haben, sind wir nun die ranghöchsten Offiziere im System und ich bin der Dienstälteste also werde ich die Führung von New Detroit übernehmen."

John seufzte niedergeschlagen.

Phillipe sah ihn über den Schirm nun sehr ernst an und er sprach mit einer Stimme, die einer Drohung nahe kam: "Du bist wie ich Soldat und ich erwarte das du die Befehlsfolge einhältst und meinen Befehlen gehorchst. Wir werden den Worten eines Bildungsministers, der keinerlei Ahnung vom Militär hat nicht folge leisten."

Die Verbindung erlosch und John sah noch eine weile auf den Schirm, auf dem das Symbol seines Trägers leuchtete. Was sein Freund nicht wusste war der Umstand, dass ihn Jean Paul Sumner, der Bildungsminister und letzter Überlebende der Regierung von New Detroit, vor ihrem Gespräch seinerseits kontaktiert hatte. Sumner hatte John um seine Hilf gebeten und ihn daran erinnert, das er nach der Verfassung der neue Präsident sein würde, auch wenn er in der Liste der Nachfolgekandidaten ganz weit hinter gelegen hatte.

John war in einer Zwickmühle: Er wollte der Verfassung seines Heimatsystems treu bleiben, denn nichts sehnlicher wünschte er sich als die Rückkehr einer echten Demokratie, aber er wollte sich genauso wenig gegen seinen Freund stellen, dem er in der Rangfolge untergeordnet war. Sein Pflichtbewußtsein hinderte ihn außerdem daran sich gegen die direkte Befehlsfolge zu stellen.

Ja sein Pflichtbewußtsein war schon immer seine Achillesferse gewesen und hatte ihn erst hier an diesen Ort gebracht. Vor vielen Jahren, noch ein Pilot und kein Kommandant, hatte er einen wichtigen Konvoi mit Medikamenten, die dringend gebraucht wurden, vor dem Zugriff eines Warlords gerettet. Alle Piloten seines Geschwaders waren abgeschossen worden oder waren geflohen. Doch nicht er, er war geblieben und hatte es mit einer Übermacht aufgenommen, bis Verstärkung eingetroffen war. Wie durch eine Fügung des Schicksals, hatte er in seiner zerschossenen Maschine überlebt und den Konvoi gerettet.

Der General hatte ihn daraufhin befördert, ihn mit Orden überhäuft und ihm zum großen Helden aufgebauscht, so dass er jetzt als New Detroits größter Kriegsheld galt. Deshalb wollten sowohl Marcello als auch Sumner seine Unterstützung, denn für wen er sich auch entscheiden würde, das Volk von New Detroit würde demjenigen folgen, dem John folgen würde.

Beckett seufzte, was sollte er nun tun?

[NPC der A3]

 


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